Teil I der Trilogie „Distant Resonance“
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
„Distant Resonance“ ist ein auf drei Jahre angelegtes übergeordnetes Projekt künstlerisches Forschung, in dem „Sounding Situations“ in Koproduktion mit Kampnagel, dem Radialsystem Berlin, der Deutschen Oper Berlin und weiteren Institutionen erforschen möchte, wie der eigene Sound, das Selbstgefühl und die eigene Geschichte mit weit entfernten Orten verknüpft ist und mit ihnen in Resonanz geht.
„Wagner weltweit“ ist eine multiperspektivische Musiktheaterproduktion für eine Sängerin und skalierbares Orchester, in der die globalen Vernetzungen und die persönliche emotionale Verstricktheit mit politischen Ereignissen an einem Ort zusammenkommt: dem allabendlichen Nachrichtenstudio.
„Wagner weltweit“ bringt auf die Bühne, wie die Aktivitäten der international agierenden paramilitärischen russischen Söldner-Gruppe Wagner mit den von Richard Wagner inszenierten Mythologien zusammenhängen. Das Projekt erforscht, wie heutige globale Mythen die Gefühle der Öffentlichkeit prägen und beabsichtigt, diese Mythen zu dekonstruieren und ihnen andere Erzählungen entgegenzusetzen. Die musikalische Welt des Projektes wird gestaltet von Musiker*innen, die der Echtzeit-Szene nahestehen und sie mitgeprägt haben. Die „Echtzeit“ ist bekannt für künstlerische Resultate, die in der Schnittmenge von Reduktion, Minimalismus, Neuer Musik und post-Cage-Klangfarben Komposition entstehen lassen. Die Echtzeit steht damit in vermeintlichem Kontrast zur sonst vorherrschenden polarisierenden Interpretation Wagnerscher Werke. „Wagner weltweit“ verbindet in fünf Aufzügen den musikalischen Kosmos des „Echtzeit-Wagners” mit den politischen Recherchen von „Sounding Situations“.
Komposition, Konzept, Regie | Sounding Situations |
Bühne | Doris Dziersk |
Kostüme | Anja Ruschival |
Technische Leitung | Chris Umney |
Video | Severin Renke |
Recherche, Dramaturgische Mitarbeit | Lyoubov Kasperovich |
Mit | Elena Kakaliagou (Horn) Michael Thieke (Klarinette) Hannes Teichmann (Elektronik) Katsia Kaya (Sopran / Tanz) Hauke Heumann (Performance) |